Meine künstlerische Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Struktur und Intuition, Technik und Spiritualität, digitalen Codes und archaischen Symbolen. Die Serie Code & Kosmos bildet das konzeptuelle Rückgrat meiner Praxis – sie versteht das Bild als Schnittstelle zwischen Innen- und Außenwelt, zwischen Algorithmus und Gefühl, System und Seele.
Ein zentrales Motiv in meiner Arbeit ist die Linie: als Energiefluss, als Träger von Bedeutung, als Spur. In meiner langjährigen Praxis als Tätowierer habe ich das Zeichnen auf Haut als eine Form des codierten Erzählens verstanden – ein visuelles Narrativ zwischen Schwarz und Weiß, zwischen 0 und 1, zwischen Körper und Bedeutung. Diese Logik – das Tätowieren als lebendiger Code – übertrage ich heute auf die Leinwand: in abstrakte Strukturen, die zugleich digital wie rituell lesbar sind.
Ich arbeite mit Bildsprachen, die technoid erscheinen – inspiriert von Schaltkreisen, Interfaces und neuronalen Netzwerken – und zugleich tief verwurzelt sind in kultureller Symbolik. Besonders in meinen Werken mit polynesischem oder Māori-Einfluss geht es um das Verhältnis von Ornament und Identität, um Erinnerung, Zugehörigkeit und energetische Einschreibung.